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Hayle k2017/088

Geb.: 06/2014
Geschlecht: männlich / kastriert
Gewicht: 820 Gramm (stark untergewichtig)
Merkmale: Stehohr, Albino
Haltung: Innenhaltung
Besonderheiten: im Oberkiefer nur mehr ein Schneidezahn, im Unterkiefer wurden diese gezogen, Kieferabszess


Ich lebe derzeit in einer großen Babygruppe und halte mit meinen Freunden meine Pflegemama ordentlich auf Trab. Sie hat mit vielen ehrenamtlichen Helfern unser Leben gerettet. Ein ausgesetztes Kaninchenpaar hat sich in den letzten Jahren unkontrolliert vermehrt und unzählige Kaninchenbabys und auch ausgewachsene Tiere wurden in dieser Zeit von Mardern, Katzen, Krähen, Greifvögeln und Füchsen gefressen. Wir sind die zuletzt geborenen Babys und konnten in unzähligen Stunden mühevoll eingefangen werden, zum Glück waren die Zweibeiner schneller als die Fressfeinde. Die erwachsenen Tiere durften auf einen Gnadenhof ziehen, da sie sehr scheu waren. Wir hingegen kamen ja schon als Mini-Babys in menschliche Obhut und wir haben so die Chance, zum Menschen Vertrauen zu fassen. Wir suchen Plätze bei verantwortungsbewussten und lieben Wiesenpflückern, die dafür sorgen, dass wir in ein sicheres und glückliches Leben hoppeln dürfen. (August 2014)

Mittlerweile sind alle meine Krusten verheilt und ich kann sorglos vermittelt werden. Allein durch Stärkung meines Immunsystems mit Hilfe von Kräutern usw. ist alles abgeheilt. Ich freue mich nun, hoffentlich bald bei liebevollen und fürsorglichen Kaninchenliebhabern einzuziehen. (Oktober 2014)

Als kleines, noch dazu weißes Baby in freier Wildbahn schutzlos allen Gefahren ausgesetzt, wurde ich zum Glück eingefangen und in meine sichere Pflegestelle gebracht. Hier verbrachte ich mit vielen Freunden eine sorglose und glückliche Kindheit und Jugend und dann ist etwas ganz Tolles passiert. Eine ganz liebe Gemüseschnipplerin hat sich dazu entschieden, zwei Kaninchen ein wundervolles Zuhause zu schenken. So durfte ich gemeinsam mit meiner Freundin Maidstone einziehen. Ich habe mich schon super eingelebt und heiße nun Benny. Obwohl ich in der Wildnis geboren wurde, habe ich volles Vertrauen zu meiner lieben Menschenfreundin. Das ist sogar so groß, dass ich in ihrem Arm friedlich ein Schläfchen mache. Ich bin dankbar und froh, dass ich als geliebtes Familienmitglied in eine glückliche Zukunft blicken darf. (Juni 2015)

Mitte 2015 fand ich gemeinsam mit meiner Freundin Maidstone ein neues Zuhause, wo ich leider nach einiger Zeit an einer Kiefereiterung erkrankte. In der Zwischenzeit haben sich auch die Lebensumstände unserer Besitzer geändert, sodass man sich entschied, uns beide besser wieder an den Verein zurück zu geben. Mein Kieferabszess wurde im vorigen Zuhause tierärztlich behandelt. Bei einem weiteren Tierarzt wurden allerdings zur Beseitigung desselben meine unteren Schneidezähne gezogen. Geholfen hat dies leider nichts, da mein Abszess nach wie vor da ist und ich nun auch nicht mehr gut fressen kann. Bei meiner Rückkehr zum Verein wog ich daher nur mehr 820 Gramm und muss nun einmal zunehmen, denn vorher ist eine genauere Untersuchung oder evtl. OP (in Narkose) beim erfahrenen Vereinstierarzt nicht möglich. Meine Pflegestelle raspelt jeden Tag Unmengen an Frischfutter und ich bekomme auch leckeren Brei, da ich aufgrund meiner fehlenden Vorderzähne nichts Größeres fressen, geschweige denn abbeißen kann. Mein Abszess wird jeden Tag gespült und ich hoffe, dass ich bald wieder ein bisschen an Gewicht zulege, damit man sich auch hier nochmals die genauere Ursache beim Doc anschauen kann. Maidstone kümmert sich liebevoll um mich und im Gegensatz zu ihr bin ich sogar der Mutigere, denn ich komme bei meiner Pflegestelle angelaufen, wenn diese leckere kleine Bananenstücke bereit hält. (Juni 2017)

Inzwischen wurde mein Abszess vom Vereinstierarzt operiert. Davor wurden mir - noch in der Obhut meiner letzten Halterin – die unteren Schneidezähne entfernt. Leider blieb hier ein kleines Stück davon im Kiefer zurück, welches dann anfing sich zu entzünden und zu eitern. Ich werde wohl mein Leben lang ein Zahnpatient bleiben, denn der Abszess wird aller Voraussicht nach wiederkommen. Dennoch bin ich ein lebensfrohes kleines Kaninchen und ein verfressener süßer Wirbelwind. Ich fand sogar gemeinsam mit meiner Schwester Maidstone Unterschlupf bei zwei weiteren „vereinseigenen“ Hasis – dem Flurry und dem Bianco - wir vier verstehen uns blendend. Leider machen wir drei „Handicap-Jungs“ ziemlich viel Arbeit und stubenrein sind wir auch nicht, aber unsere Pflegemama ist uns keineswegs böse. Sie hat sogar ihr Bett „eingesperrt“ damit wir nicht mehr hochspringen und die weichen Decken mit der Kaninchentoilette verwechseln. Hier leben eher die Menschen hinter Gittern als die Kaninchen – ganz toll finden wir das. (Dezember 2017)

Ich bin dankbar beim Verein die notwendige tierärztliche Versorgung und häusliche Intensivpflege zu bekommen und wünsche mir sehnlichst Paten, die meine Pflegemama hierbei finanziell ein bisschen unterstützen.

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